Spanndecken Montage

Die Montage einer Spanndecke geht im Vergleich zum Abhängen einer Zwischendecke oder einer Gipskartondecke relativ schnell. Abhängig von den Gegebenheiten vor Ort lassen sich bis zu 30 m² am Tag verlegen. Staub, Schmutz und Abfall entstehen dabei so gut wie überhaupt nicht, denn beim Bohren und Sägen wird ein Staubsauger verwendet. Deshalb ist ein Ausräumen der Möbel in der Regel überflüssig. Abgesehen von Gegenständen, die die erforderliche Raumtemperatur während der Montage nicht vertragen. Die Wände müssen jedoch umlaufend zugänglich sein.

Planung und Ablauf

Der eigentlichen Montage gehen eine sorgfältige Planung und ein Aufmaß des Raumes voraus, denn eine Spanndecke ist immer ein Unikat. Mit Hilfe eines CAD-Programms wird eine spiegelbildliche Darstellung der Spanndecke erstellt. Der Hersteller überprüft vor Produktionsbeginn die Daten auf Korrektheit und Plausibilität. Das Endprodukt ist etwa 6 bis 10 % kleiner als die tatsächlichen Maße der Spanndecke, abhängig vom Folienhersteller. Denn, wie der Name „Spanndecke“ bereits verrät, wird diese durch das Spannen auf ihre tatsächliche Größe gebracht. Die Elastizität bekommt die Spanndecke durch Erwärmung der Raumluft. Während dieser Zeit wird sie montiert und beim Abkühlen der Raumtemperatur zieht sich die Spanndecke von selbst glatt und nach oben. Doch zunächst der Reihe nach.

Der Tag der Montage

Zunächst werden die Spezialprofile umlaufend mit Dübeln und Schrauben angebracht. Dabei wird darauf geachtet, dass die neue Decke plan verläuft. Anschließend werden alle notwendigen Kabel für die Beleuchtung verlegt und sonstige Unterkonstruktionen vorbereitet, beispielsweise für Säulen, Strahler, Leuchten, Lüftung und Sprinkler. Nun wird die PVC-Folie nach einem vom Hersteller festgelegten Ablaufplan ausgebreitet und mit Hilfe von Klammern in jeder Ecke aufgehängt. Die Erwärmung der Raumluft geschieht mit Hilfe eines Gasbrenners. Die notwendige Temperatur hängt vom Hersteller und dem verwendeten Material ab und liegt zwischen 40 und 70 Grad Celsius. Für die meisten hochwertigen Spanndecken genügt eine Temperatur um die 50 bis 60 Grad. Ist die Raumluft erwärmt, stellt sich auch die gewünschte Elastizität der Folie ein. Der besonders verstärkte Rand der Spanndecke wird nun mit Hilfe des Schutzkeders in die Profilleisten eingehängt. Aufgrund des geringen Gewichts ist dies eine sehr einfache Aufgabe. Gespannt wird die Spanndecke durch das Einhängen mit einer speziellen Spachtel und aufgrund der anschließenden Abkühlung der Raumtemperatur.

Sobald sie plan ist, werden vorsichtig die Unterbauten gesucht und die Entlastungsringe angeklebt. Für die Installation der geplanten Beleuchtungskörper wird innerhalb des Entlastungsrings ein Loch in der Decke geschnitten. Die Ringe verhindern ein Einreißen der Folie über diesen Bereich hinaus. Nun können die Beleuchtungskörper und eventuelle Lautsprecher montiert werden. Funktioniert die Beleuchtung ordnungsgemäß, kann die Endreinigung erfolgen. Der Kunde bekommt Pflegehinweise, darüber hinaus wird ein Abnahmeprotokoll erstellt.

Sind noch Unebenheiten zu sehen oder womöglich gar eine mechanische Beschädigung der Folie, ist unverzüglich darauf hinzuweisen. Die Beanstandungen sind aufgrund des Garantieanspruchs im Protokoll festzuhalten.

In der Regel ist die Montage bei einem Raum mit bis zu 30 m² innerhalb weniger Stunden erledigt.